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Tailor-Made Masterbatches

Typische Endprodukte: Konsumartikel, Eletronikindustrie (z.B. Gehäuse, Abdeckungen etc.), Teile für die Automobilindustrie (z.B. Kleinteile im Kfz-Innenbereich)

Typische Materialien: Verschiedene Monopigment-Masterbatches auf Basis von PE, PP, PS, Weich-PVC, ABS, POM und PC

Typische Durchsätze: 400-800 kg/h

Prozessbeschreibung

Das Tailor-Made Masterbatch, auch als "Farbtongestelltes Masterbatch" bezeichnet, gehört zur Familie der Farb-Masterbatches. Damit enthält es ebenfalls einen höheren Gehalt an Pigmenten als im Fertigteil benötigt wird. Es wird für die Endanwendung mit dem einzufärbenden Polymer verdünnt, so dass die gewünschte Farbkonzentration im Endprodukt entsteht. Ein Tailor-Made Masterbatch ist die durch Extrusion (i. d. Regel Doppelschnecken-Extrusion) hergestellte Abmischung von bereits gefertigten Monopigment-Masterbatches zu einer kundenspezifischen Farbe. Besondere Herausforderung bei der Herstellung von Tailor-Made Masterbatches ist die 100%-ige Homogenität, um die gewünschte Genauigkeit bei der Einfärbung des Endproduktes zu gewährleisten.

Der Doppelschnecken-Extruder ist für diese Anwendung nur mit einem Haupteinzug ausgestattet, über den die Rezepturbestandteile dem Verfahrensteil, mit Hilfe von Loss-in-weight-Dosiergeräten zugeführt werden. Im Extruder erfolgt das Aufschmelzen und Homogenisieren der verschiedenen Monopigment-Masterbatches. Das homogen gemischte Tailor-Made Masterbatch wird, nach Düsenaustritt, mittels Strang-, Wasserring- oder Unterwassergranulierung zu Granulaten verfestigt.

Die entstandenen Granulate werden i. d. Regel direkt der Sackabfüllung zugeführt. In einem weiteren Schritt wird das Tailor-Made Masterbatch in Kunststoffverarbeitungsmaschinen, wie z.B. Spritzguss- oder Blasformmaschinen, Folien- oder Kabel-Extrudern zur Einfärbung des Endproduktes herangezogen.

Schemadarstellung

Kundennutzen

  • Flexibilität in der Anwendung durch modularen Aufbau
  • Reduzierung der down times bei Materialwechseln durch intuitives Handling (Schnellspannverschlüsse etc.)
  • Die hochwertige (digitale) Messdosentechnologie bedingt genauere Einhaltung der Rezeptur zum einen und geringen Ausschuss zum anderen, durch extrem kurze Reaktionszeit bei Rezeptur- und/oder Durchsatzänderungen. Weiterhin entfällt der Prozess der zeitraubenden Probeentnahme und Kalibrierung des Systems
  • Erfassung der Verbrauchsdaten → Möglichkeit der genauen Kostenabrechnung und Lagerhaltung
  • Sehr genaue Führung des Gesamtprozesses (Anfahrphase, Rezepturwechsel, schnelle und kontinuierliche Anpassung der Produktionskapazität) inkl. automatischer Anfahrprozesse durch Integration der Upstream-Steuerung
  • Durch ein hohes Maß an verfahrenstechnischem Wissen ist motan-colortronic Ihr Partner mit prozessorientiertem Gesamtanlagen-Know-How
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