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Draht- und Kabelbeschichtungen

Typische Endprodukte: Isolierte und beschichtete Drähte und Kabel

Typische Materialien: PE, PVC, PTFE

Typische Durchsätze: 500-800 kg/h

Prozessbeschreibung

In der typischen Isolation/Beschichtung von Drähten und Kabeln werden zwei oder mehr Komponenten am Einlass eines Ein- oder Doppelschneckenextruders gemischt. Das Isolations- oder Beschichtungsmaterial wird über einen Umlenkkopf aufgebracht. Dabei wird die Seele oder das Kabel durch ein spezielles Rohr geführt. Das Polymer tritt seitlich in dieses Rohr ein und umhüllt die Seele in einem Verteilbereich.

Nach der Extrusion wird der isolierte Draht oder das beschichtete Kabel mit Luft, Sprühwasser oder im Wasserbad abgekühlt und einer Abnahme- und Schneidstation zugeführt bevor es aufgewickelt wird.

Für Mehrschichtverfahren wie bei der Herstellung von Koaxialkabeln wird ein mehrstufiger Prozess eingesetzt. Dabei wird zuerst die Seele isoliert, gekühlt und dann durch eine spezielle Wickelstation geführt, wo die Erdung und Abschirmung um die Isolation geflochten wird. In einem weiteren Extrusionsschritt wird das Produkt mit einer flexiblen, dauerhaften Isolation beschichtet.

Wenn keine Zwischenschritte wie das Aufbringen des geflochtenen Erdleiters bei Koaxialkabeln erforderlich sind, können mehrere Schichten gleichzeitig coextrudiert werden. Zusätzliche Farbcodierstreifen können für elektronische Verdrahtungen erzeugt werden, indem ein spezielles Streifenwerkzeug während der Coextrusion eingesetzt wird.

Schemadarstellung

 

1=GRAVIPLUS, 2=zum Schneiden und Aufwickeln, 3=Extruder mit Umlenkkopf, 4=Kühleinheit, 5=Abnahmestation

Kundennutzen

  • Flexibilität in der Anwendung durch modularen Aufbau
  • Reduzierung der Stillstandszeiten bei Materialwechseln durch intuitives Handling (Schnellspannverschlüsse etc.)
  • Die hochwertige (digitale) Messdosentechnologie bedingt genauere Einhaltung der Rezeptur zum einen und geringen Ausschuss zum anderen, durch extrem kurze Reaktionszeit bei Rezeptur- und/oder Durchsatzänderungen. Weiterhin entfällt der Prozess der zeitraubenden Probeentnahme und Kalibrierung des Systems
  • Erfassung der Verbrauchsdaten - Möglichkeit der genauen Kostenabrechnung und Lagerhaltung
  • Sehr genaue Führung des Gesamtprozesses (Anfahrphase, Rezepturwechsel, schnelle und kontinuierliche Anpassung der Produktionskapazität) inkl. automatischer Anfahrprozesse durch Integration der Upstream-Steuerung
  • Durch ein hohes Maß an verfahrenstechnischem Wissen ist motan-colortronic Ihr Partner mit prozessorientiertem Gesamtanlagen-Know-How
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