MINICOLOR V von motan – minimierte Toleranzen beim Dosieren

Anlässlich der PLAST 2012, 08. bis 12. Mai 2012, Mailand, Italien, stellt motan-colortronic – Pavillon 24, Stand C40 – die neueste Generation der MINICOLOR V Dosier- und Mischgerätebaureihe ins Rampenlicht der Exponat-Vorstellungen. Sie trägt den Buchstaben V für volumetrisch. Diese Scheibendosiertechnik für Klein- und Kleinstmengen ist eine konsequente Ergänzung zu den MINICOLOR G (gravimetrischen) Schneckendosiersystemen. Die neuen Scheibendosiergeräte zeichnen sich durch eine hohe, absolut konstante und nachhaltige Wiederholgenauigkeit aus. Sie ist bei der direkten Dosierung von Microbatch und Masterbatch- bzw. Additiv-Kleinstmengen auf einer Kunststoff-Verarbeitungsanlage unerlässlich. Die MINOCOLOR V Scheibendosier-Gerätebaureihe wird in der Spritzgießtechnik und in der Extrusion eingesetzt. Dies gilt für Anwendungen, bei denen es darauf ankommt, dass Abweichungen in der Dosiermenge und damit sichtbare, messbare und funktionale Divergenzen am Endprodukt kategorisch ausgeschlossen sind.

24.05.2012

 

Hervorragende Ergebnisse mit der weiterentwickelten Scheibendosierung wurden bei Anwendungen in der Chemie-, Pharma- und Lebensmittel-Industrie sowie im Automotive-Bereich erzielt. Insbesondere bei transluzenten Bauteilen kommt es auf höchste Dosiergenauigkeit aber auch noch mehr auf höchste Dosierkonstanz an. Die Präzision beruht auf mehreren einander beeinflussenden Kriterien:

 

-       im µm-Bereich CNC-gefräste und -geschliffene Scheiben-Geometrien,

-       computergerechnete Kavitäten-Durchmesser und –Radien,

-       stufenlos geregelte Antriebstechnik,

-       Mikroprozessor-Steuerung/-Regelung,

-       kein einziges Granulatkorn kann nachrieseln,

-       sicherer Materialwechsel, ohne dass Materialreste übergangen werden.

 

Die Scheibendosiertechnologie wurde von den motan Experten sukzessive verfeinert. Inzwischen sind konstante Wiederholgenauigkeiten von bis zu 1 Prozent nachgewiesen worden. Um Platz zu sparen, wird MINICOLOR V direkt auf den Einzugsflansch der Verarbeitungsmaschine montiert. Bis zu zwei granulatförmige Additiv-Komponenten können dem freifließenden – per Edelstahl-Trenneinsatz geteilten – Volumenstrom des Hauptmaterials synchron zudosiert werden. Im nachgelagerten Prozess-Schritt werden alle Komponenten automatisch homogen vermischt. Die Dosierzeit wird im geschlossenen Regelkreis an die Plastifizierzeit der Spritzgießmaschine beziehungsweise an die Schneckendrehzahl des Extruders angepasst. Zur Kalibrierung wird die Dosiereinheit mit einem Handgriff zurückgefahren; die Additiv-Probe kann zur anschließenden Messung leicht entnommen werden. Ebenso unkompliziert  und schnell verläuft die Säuberung des Gerätes für den Wechsel der Komponenten: Ecken, Kanten, Hinterschneidungen und ähnliche Hindernisse, in denen sich Granulatreste verbergen könnten, wurden konstruktiv vermieden. Auf glatte Oberflächen wurde Wert gelegt. Die metallischen Gehäuse-Bauteile sind aus Edelstahlblech gefertigt.

Die MINOCOLOR V Scheibendosier-Gerätebaureihe wird in sechs Varianten angeboten. Die Gerätevarianten mit den DD Scheiben sind mit Schneidtechnologie ausgestattet. Bei einem Schüttgewicht von 0,6 kg pro Liter erreichen sie dabei Additiv-Durchsätze von 0,05 bis 10,6 kg pro Stunde. Die Varianten mit den DT Scheiben arbeiten mit klassischen Abstreifern und erzielen Additiv-Durchsätze von 0,37 bis 340 kg/h bei gleicher Schüttdichte. Die Auswahl der jeweiligen Dosierscheibe ist durch die gewünschte Dosierleistung und das Dosierverhalten der einzelnen Komponenten vorgegeben. Für größere Durchsätze sind die MINICOLOR V mit einem Abstreifer geeignet. Den letzten „Schliff“ in der Feinstdosierung bei kleinen Durchsatzmengen erreicht das Dosiermesser. Es schneidet auch das letzte Granulatkorn so, dass der vorgegebene Füllgrad erreicht und damit die Dosierkonstanz optimiert wird.

 

Ihre kompromisslose Kontrolle erhalten die MINOCOLOR V Dosier- und Mischgeräte durch ihre Highend-Steuerung/Regelung in zwei Ausführungen. Sie ist sowohl für die Feinst-Dosieranwendung im Spritzgieß- als auch den Extrusions-Einsatz konzipiert worden. Die einfach zu bedienende Mikroprozessorsteuerung VOLU MC hat bereits generell die „Timer“-Funktion. Sie wird bei MINICOLOR V Geräten mit nur einer Dosiereinheit eingesetzt. Die Motordrehzahl und damit die Austragsmenge kann im laufenden Produktionsbetrieb feinst-justiert werden. Die VOLUnet MC Steuerung, hingegen, ist für ein bis zwei Dosiereinheiten vorgesehen. Sie zeichnet sich durch ihre ergonomische intuitive Bedienung via grafischer Bedien-Oberfläche in Touchscreen-Technik aus. Hier kann der Bediener bis zu 50 verschiedene Rezepturen speichern und zu einem beliebigen Zeitpunkt wiederholgenau aufrufen. VOLUnet MC kann – zur Prozessdaten-Übertragung – über eine standardisierte Ethernet-Schnittstelle mit dem motan CONTROLnet vernetzt werden.

 

Die motan Gruppe

Die motan Gruppe mit Sitz in Konstanz am Bodensee wurde 1947 gegründet. Als führender Anbieter für das nachhaltige Rohstoffhandling ist sie in den Bereichen Spritzguss, Blasformen, Extrusion, Compoundierung, In-Line und Chemie tätig. Zum applikationsorientierten Produktspektrum gehören innovative, modulare Systemlösungen für die Lagerung, Trocknung und Kristallisation, zum Fördern, Dosieren und Mischen von Rohstoffen für die Kunststoff herstellenden und verarbeitenden Industrie.

 

Die Fertigung erfolgt an verschiedenen Produktionsstandorten in Deutschland, Indien und China. Über ihre Regionenzentren motan-colortronic vertreibt motan ihre Produkte und Systemlösungen. Mit derzeit über 450 Mitarbeitern wird ein Jahresumsatz von rund 100 Millionen Euro erzielt. Dank ihres Netzwerks und ihrer langjährigen Erfahrung bietet motan ihren Kunden das, was diese wirklich brauchen: maßgeschneiderte Lösungen mit einem echten Mehrwert.