motan innovation award 2018

Das gespannte Warten hat ein Ende: Der motan innovation award wurde am 18. Oktober 2018 im Dornier Museum Friedrichshafen feierlich verliehen. Drei Kunststoff-Innovationen im Bereich des Materials Handling setzten sich gegen die Konkurrenz durch, die Gewinner erhalten neben dem von motan gestifteten Preisgeld auch Unterstützung bei der Weiterentwicklung ihrer Erfindungen.

 

motan innovation award während FAKUMA feierlich verliehen

Die Gewinner stehen fest: Drei neuartige Entwicklungen im Bereich des Materials Handling wurden am 18. Oktober 2018 während der FAKUMA mit dem motan innovation award (mia) ausgezeichnet. Die mia-Jury, ein vierköpfiges Gremium aus Experten von Hochschulen und Instituten im Bereich der Kunststoff-Forschung, hatte nach intensiver Bewertung bereits im Juli sechs Ideen für den Award nominiert. Die drei nun prämierten Projekte konnten im Hinblick auf Innovationshöhe, Relevanz für die Praxis in der Kunststoffindustrie sowie auf Umsetzbarkeit und Marktchancen besonders überzeugen und setzten sich gegen die anderen Anwärter durch.

1. Platz: Rheinhard Herro

Der von Reinhard Herro entwickelte Gravimetrische Absaugkasten (GAK) ist ein neues System zur Durchsatzerfassung mit Chargenrückverfolgbarkeit für Saugfördersysteme. Er misst alle Maschinendurchsätze direkt an der Materialquelle und ersetzt damit den bisher üblichen Messvorgang am Verbraucher. Über einen im Absaugkasten integrierten gravimetrischen Dispenser wird jede Fördercharge vor dem Absaugen einzeln verwogen und dann automatisch der bedienten Maschine zugeordnet. Mit nur einem Messsystem kann somit eine Aussage über die an den Verbrauchsstellen geförderten Durchsätze getroffen werden. Darüber hinaus ergeben sich mit dem GAK völlig neuartige Möglichkeiten für die Steuerung und Überwachung von Saugförderanlagen, denn viele Prozesse laufen automatisiert ab. So wird beispielsweise die für die Fördergeräte optimale Füllmenge automatisch generiert und ein Überfüllen verhindert. Die Jury honorierte auch, dass mit der Erhöhung des Automatisierungsgrads eine Erhöhung der Betriebssicherheit der Anlagen einhergeht.

Reinhard Herro erhält für seine innovative Entwicklung ein Preisgeld von 10.000 Euro.

2. Platz: Philipp Mählmeyer

Weitverzweigte Industrieanlagen optimal bedienen zu können, erfordert ein schnelles und präzises Abrufen der aktuellen Statusinformationen. Die neue App von Philipp Mählmeyer setzt an diesem Punkt an: Über eindeutige, maschinenlesbare Codes (QR-Codes), die an den Aggregaten angebracht sind, visualisiert sie die benötigten Daten auf einem mobilen Endgerät. So kann jeder Bediener Statusinformationen nicht nur unkompliziert abfragen, sondern die damit verbundenen Prozesse auch steuern. Mithilfe des mobilen Endgeräts lassen sich lokal am Aggregat zum Beispiel mechanische Einstellarbeiten, Kalibrierungen und Servicearbeiten durchführen. Großes Plus von Mählmeyers App: Der Installationsaufwand und die Kosten sind gegenüber anderen Systemen gering, wenn die nötige Anlagentechnik vorhanden ist und die Steuerungen bereits über ein Netzwerk angesprochen werden können. Außerdem ermöglicht ein ausgeklügeltes Rechtesystem eine auf den Anwender zugeschnittene Visualisierung auf dem mobilen Endgerät. So werden etwa einem Service-Mitarbeiter andere Live-Werte angezeigt als einem Anlagenbediener.

Dieses Projekt honoriert motan mit einem Preisgeld von 6.000 Euro.

3. Platz: Bernd Michael

Mit dem hochflexiblen System „METRO-Lay“ lassen sich Versorgungstrassen sehr unkompliziert und effizient verlegen. METRO-Lay ist ein von Bernd Michael kreiertes Kunstwort, das sich aus den Begriffen „METRO“ (stellvertretend für sämtliche motan-Fördersysteme) und „Lay“ (als Hinweis auf den weltweit größten Gerüsthersteller Layher) zusammensetzt. Die Entwicklung besteht aus zwei wesentlichen Bausteinen: dem Gerüstsystem Layher Allround, das als Tragkonstruktion für Rohrleitungstrassen dient, und neu entwickelten Steckmodulen, die für eine schnellere und sichere Aufnahme von Material- und Vakuumleitungen sorgen. Die Kombination dieser beiden Komponenten optimiert den Bau von Rohrleitungen erheblich. METRO-Lay verkürzt die Montagezeiten, reduziert die Montagekosten und führt somit zu einer Erhöhung der Projektmarge. Auch wertvolle personelle Ressourcen können durch das verständlich aufgebaute System geschont werden.

Bernd Michael darf sich über ein Preisgeld von 4.000 Euro freuen.